Online-Dialogveranstaltung zur Überarbeitung der EU-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung

Online
Im Rahmen dieser Online Dialogveranstaltung werden wir ein Update zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Überarbeitung der EU-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung geben und die Vorschläge der EU-Kommission mit unterschiedlichen Stakeholdern diskutieren. Im Fokus steht dabei insbesondere die zu erwartende Ausweitung des Geltungsbereiches auf mittelständische und als GmbH organisierte Unternehmen und die damit verbundenen Konsequenzen.
Datum & Uhrzeit / Date & time
Dienstag, 11.05.2021, 14:00h – 16:00h
Veranstalter / Organizer

DGCN

Art der Veranstaltung / Event type
Veranstaltung
Themenbereich / Topic
Reporting

Kontext

Das EU-Parlament und die EU-Mitgliedstaaten haben 2014 mit der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) eine Richtlinie zur Erweiterung der Berichtspflichten von großen kapitalmarktorientierten Unternehmen, Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen verabschiedet. Ziel der Richtlinie ist es, für Investoren, Verbraucher, politischen Entscheidungsträgern und anderen Stakeholdern die Transparenz über ökologische und soziale Aspekte von Unternehmen in der EU zu erhöhen. Dabei geht es spezifisch um Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Deutschland hat mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt.

Im Rahmen des European Green Deals hat sich die EU-Kommission nun verpflichtet, die NFRD im Jahr 2020 zu überprüfen und ggf. anzupassen. Die Überarbeitung soll die Transparenz und die Bereitstellung von besser vergleichbaren und relevanten Informationen über nachhaltige Geschäftsaktivitäten für alle Interessengruppen stärken.
Ende April 2021 wird die EU-Kommission voraussichtlich ihre Vorschläge zur Überarbeitung der Richtlinie bekanntgeben und an das EU-Parlament und den EU-Rat übergeben. Ein zentraler Diskussionspunkt ist die Ausweitung des Anwendungsbereichs der Richtlinie. Hierbei wird diskutiert, ob die Richtlinie auch nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen einschließen soll und die Mitarbeitergrenze auf 250 Mitarbeiter herabgesetzt werden soll . Während derzeit knapp 500 Unternehmen in Deutschland von der NFRD bzw. dem CSR-RUG betroffen sind, würden mit der Ausweitung des Anwendungsbereichs zukünftig ein deutlich größerer Kreis an Unternehmen unter die Richtlinie fallen. Weitere Diskussionspunkte sind die Entwicklung eines einheitlichen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf EU-Ebene, die Anpassung der Definition der doppelten Wesentlichkeit sowie die Verschärfung der Prüfpflicht.

Inhalte
In dieser Online Dialogveranstaltung werden wir ein Update zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Überarbeitung der EU-Richtline zur nicht-finanziellen Berichterstattung geben und die Vorschläge der EU-Kommission mit unterschiedlichen Stakeholdern diskutieren. Im Fokus steht dabei insbesondere die zu erwartende Ausweitung des Geltungsbereiches auf mittelständische und als GmbH organisierte Unternehmen und die damit verbundenen Konsequenzen. Folgende Fragen werden wir diskutieren:
 

  • Warum bedarf es der Überarbeitung der Non-Financial Reporting Directive? Was ist das Ziel der Überarbeitung?
  • Was konkret beinhalten die Vorschläge zur Überarbeitung der NFRD der EU-Kommission? Was sind die Unterschiede zu den aktuellen Berichtsanforderungen?
  • Wie verhält sich die Überarbeitung der NFRD zu anderen legislativen Prozessen der EU?
  • Was bedeutet die mögliche Entwicklung eines einheitlichen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf europäischer Ebene für Unternehmen? (Inhalte, Timeline)
  • Für wann ist mit dem Inkrafttreten einer überarbeiteten NFRD zu rechnen? Ab wann treten die Änderungen durch die Anpassung des CRS-RUG in Deutschland voraussichtlich in Kraft?
  • Was bedeuten die Vorschläge zur Überarbeitung der NFRD für kleine- und mittelständische Unternehmen?

Wir freuen uns auf Inputs von:

  • Thorsten Pinkepank, BASF
  • Kai Beckmann, Mazars
  • Prof. Dr. Patrick Velte, Professur für Accounting, Auditing & Corporate Governance, Leuphana Universität Lüneburg
  • Christoph Töpfer, UBA & Mitglied der EFRAG Project Task Force
  • Silvia Conesa, DZ Bank
  • Stefan Schnell, BASF & Mitglied der EFRAG Project Task Force
  • Tbd, Studiosus Reisen München GmbH

Dieses Webinar ist kostenfrei und öffentlich zugänglich.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Leonore Herzberg oder Lena Kern.

Weitere Termine

Abonnieren Sie unseren Newsletter