Leitfaden der in fünf Schritten die Ausrichtung unternehmerischen Handelns entlang der SDGs beschreibt

Um den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen, wurden in den SDGs global gültige Prioritäten und Ziele bis zum Jahr 2030 festgelegt. Neben Politik und Zivilgesellschaft ist der Beitrag der Wirtschaft elementar, um die SDGs zu erreichen.

Um Firmen die Integration der SDGs in ihre Strukturen und die Umsetzung zielführender Maßnahmen zu erleichtern, hat der UN Global Compact in Zusammenarbeit mit der Global Reporting Initiative (GRI) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) einen Leitfaden erstellt, der in fünf Schritten Ansätze zur Ausrichtung unternehmerischen Handelns entlang der SDGs sowie Hilfestellungen zum Reporting bietet.

Je nach Standort und Branche haben Unternehmen einen unterschiedlich starken Einfluss auf das Erreichung der SDGs. Der „SDG Compass“ hilft, die SDGs anhand des Kerngeschäfts zu priorisieren und entsprechende Maßnahmen daraus abzuleiten.

Der Leitfaden ist in fünf Kapitel gegliedert, die gleichzeitig fünf aufeinander aufbauende Aktionsschritte sind:

Schritt 1: Die SDGs verstehen

Im ersten Schritt hilft der "SDG Compass" dabei, die SDGs anhand unternehmensspezifischer Handlungsspielräume zu priorisieren und entsprechende Maßnahmen daraus abzuleiten.

Schritt 2: Priorisierung

Im zweiten Schritt geht es darum die tatsächlichen Auswirkungen des Unternehmens – positive und negative – zu identifizieren und den SDGs zuzuordnen. Darauf aufbauend können die Unternehmen unter Einbeziehung der Stakeholder dann ihre Handlungsprioritäten definieren. Dabei ist es wichtig, auch Minderheiten oder benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen. Außerdem müssen die Unternehmen den jeweiligen (länderspezifischen) Kontext beachten, in dem sie Geschäftstätigkeit ausüben.

Schritt 3: Ziele setzen

Im dritten Schritt kann sich das Unternehmen Ziele setzen, die zur Erreichung der SDGs beitragen. Ein Bekenntnis des Unternehmens zur Nachhaltigkeit und zu den SDGs ist glaubhafter, wenn entsprechende spezifische, messbare und zeitlich begrenzte Unternehmensziele vorliegen.

Schritt 4: Integration

Um die gesteckten Ziele zu erreichen, ist Schritt vier – die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das Kerngeschäft und die Unternehmensführung – entscheidend. Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Integration sind beispielsweise eine interne wie externe klare Kommunikation. Es ist wichtig ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, warum welches SDG relevant ist und wer welchen Beitrag zur Erreichung beitragen muss.

Schritt 5: Bericht erstatten und Fortschritte

Im letzten Schritt geht es darum, über den Ansatz und Fortschritte transparent zu berichten. Der zentrale Unterschied beim SDG-Reporting zu anderen Nachhaltigkeitsberichtsformaten ist die deutlich erkennbare Kontextualisierung des eigenen Engagements mit relevanten globalen Entwicklungen und Zielen. Enthalten sein sollte eine Begründung, welche SDGs für das Unternehmen priorisiert wurden, welche Auswirkungen das Kerngeschäft auf diese SDGs hat und welche Ziele und Fortschritte es jeweils zu verzeichnen gibt.

Die Webinare SDGs in der Unternehmenspraxis des DGCN bauen auf den fünf Schritten des SDG Compass auf und werden durch praktische Beispiele von Unternehmen ergänzt.

Ansprechpartnerin

Silke Düwel-Rieth

Wirtschaft & Sustainable Development Goals (SDGs)
silke.duewel-rieth@giz.de
+49 (0) 6196 797 108

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