Liebe Mitglieder im UN Global Compact Netzwerk Deutschland e.V.,

seit Beginn dieses Monats wird der Branchendialog Energiewirtschaft eigenfinanziert unter dem Dach des UN Global Compact Netzwerk Deutschland fortgeführt. Bislang wurde der Dialog seit seiner Gründung vor dreieinhalb Jahren durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. 
Mit der Entscheidung für eine eigenständig finanzierte Weiterführung setzen die beteiligten Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen ein starkes Zeichen: Sie wollen den Dialog und die Zusammenarbeit zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten entlang globaler Lieferketten auch künftig gemeinsam gestalten und weitere kollektive Maßnahmen für relevante Lieferketten in der Energiewirtschaft umsetzen. 
„Viele der größten menschenrechtlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende erfordern gemeinsames Handeln und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungsketten. Der Branchendialog bietet eine einzigartige Plattform, auf der Unternehmen, Politik, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft ein gemeinsames Verständnis von Risiken entwickeln und gemeinsam an praxisnahen Lösungen arbeiten können.
Kunal Chandra, Director Strategy & Sustainability, RWE AG

Mit ihrer bisherigen Arbeit konnte die Initiative bereits wichtige Grundlagen für die Umsetzung von Sorgfaltspflichten legen. Dazu gehörte die Entwicklung eines gemeinsamen Risikoverständnisses für die Energiebranche, die für die abstrakte Risikobetrachtung und für Gespräche mit Zulieferern genutzt werden kann. Darüber hinaus wurden konkrete Projekte zum Schutz von Menschenrechtsrisiken beim Abbau von Bauxit in Guinea, dem Grundstoff für die Herstellung von Aluminium, sowie zum Schutz vor Arbeitsausbeutung beim Bau von Energieinfrastruktur umgesetzt. Ein daraus entstandener Maßnahmenkatalog wird aktuell in Unternehmen pilotiert.
Beim heutigen Spitzengespräch zum Abschluss der ersten Phase tauschten sich Mitglieder des Branchendialogs mit der Staatssekretärin des BMAS Lilian Tschan darüber aus, wie die Corporate Sustainability Due Diligence Directive vollzugsfreundlich umgesetzt werden kann, ohne menschenrechtliche Standards abzusenken. Die Branchendialoge wurden dabei als gutes Praxisbeispiel gewürdigt. FOTO ERGÄNZEN RECHTS DANEBEN
Seit dem 1. Juli führen wir als UN Global Compact Netzwerk Deutschland den Branchendialog Energiewirtschaft fort und bauen damit unser Engagement für sektorspezifische Dialogformate aus. 
„Die Übernahme des Branchendialogs Energiewirtschaft ist für uns ein konsequenter nächster Schritt, nachdem wir im letzten Jahr den Branchendialog Automobilindustrie übernommen haben. Als führende Multi-Stakeholder-Plattform für verantwortungsvolle Unternehmensführung unterstützen wir unsere Mitglieder seit mehr als zwei Jahrzehnten dabei, Nachhaltigkeit im Unternehmen zu verankern und Lieferketten resilienter zu machen.“
Thorsten Pinkepank, Vorsitzender des Vorstands, UN Global Compact Netzwerk Deutschland e.V.

Weitere Stimmen zur Fortführung des dialogs

Mitglieder des Branchendialogs ab dem 1. Juli 2026