Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder im UN GCD e.V.,
seit über fünf Jahren kommen Unternehmen der deutschen Automobilbranche mit Akteuren aus Zivilgesellschaft und Regierung im Branchendialog Automobilindustrie zusammen, um zu menschenrechtlichen Herausforderungen in ihren Liefer- & Wertschöpfungsketten in den Austausch zu gehen und gemeinsam Maßnahmen durchzuführen. Bislang wurde der Dialog durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) umgesetzt.
In turbulenten Zeiten und einer herausfordernden Wirtschaftslage haben sich die Mitglieder des Multi-Stakeholder Forums für die Weiterführung des Branchendialogs entschieden. Mit Beginn des Monats hat der UN Global Compact Netzwerk Deutschland e.V. nun die Geschäftsstelle des Branchendialogs übernommen.
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Insbesondere der Einsatz der beteiligten Unternehmen für eine Fortführung des Dialogs zeigt, wie wichtig und hilfreich der Austausch zu gemeinsamen Herausforderungen in der Branche sowie die stakeholder-übergreifende Umsetzung von kollektiven Maßnahmen ist – und, dass soziale Nachhaltigkeit auch in Zeiten regulatorischer Unsicherheit ein Thema ist, das bleibt.
Dies betont auch Dr. Alexander Löhner, Chief Corporate Responsibility Officer der Brose Gruppe: „Unabhängig von regulatorischen Vorgaben ist die Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt in der Lieferkette für uns zentral, um Risiken frühzeitig zu erkennen und langfristige Partnerschaften abzusichern. Der gemeinsame und vertrauensvolle Dialog mit anderen Unternehmen, Verbänden oder Gewerkschaften steht dabei für uns im Mittelpunkt.“
„Der Branchendialog ist für uns ein Synonym für „Zusammenarbeit“. Hier findet ein zielgerichtetes Arbeiten an Herausforderungen statt – auf Augenhöhe und mit großer Hebelwirkung für echte Ergebnisse“, so die Vertreter von Röchling Automotive auf die Frage, warum sich das Unternehmen für eine Fortsetzung des Branchendialogs eingesetzt habe. Auch für Daniel Patnaik, Menschenrechtsbeauftragter der AUDI AG, ist der Dialog „das Forum, um stakeholder-übergreifend, gemeinsam getragene Lösungen zu erarbeiten“. Die AUDI AG beteilige sich daran aus Überzeugung: „Die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in globalen Lieferketten zu verankern und zu verbessern ist für uns eine Frage der Haltung.“ | |
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Das UN GCD übernimmt die Koordination des Dialogs vorerst bis Ende 2027. Das Netzwerk unterstützt seine Mitglieder seit über zwei Jahrzehnten auf Basis von Zehn Prinzipien dabei, Nachhaltigkeit strategisch zu verankern und kann auf umfangreiche Erfahrung in der Umsetzung von Multi-Stakeholder Formaten zurückgreifen.
„Ein starkes Zeichen für die gemeinsame Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung“, so beschreibt Thorsten Pinkepank, Vorstandsvorsitzender des UN GCD die Weiterführung des Branchendialogs unter dem Dach des UN GCD. „Wir freuen uns darauf und setzen auf das Engagement der Mitglieder im Dialog und für konkrete Maßnahmen."
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