Mehrwert trotz Mehrarbeit – Rückblick zur Veröffentlichung der Referenzstudie zur Umsetzung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes in Unternehmen

21.06.2018

Am Dienstag, den 19. Juni wurde die Referenzstudie „Neuer Impuls für die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit? - Studie zur Umsetzung des deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG)“ des Deutschen Global Compact Netzwerks und econsense in Berlin vor mehr als 150 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vorgestellt.

Kernergebnis der Studie war, dass im ersten Berichtszyklus nach CSR-RUG zwar der Aufwand der Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch die Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen gestiegen sind, insbesondere bei Unternehmensleitung und Aufsichtsrat.

Dr. Thomas Koenen (Geschäftsführer econense) und Marcel Engel (Leiter der DGCN Geschäftsstelle)
Dr. Thomas Koenen (Geschäftsführer econense) und Marcel Engel (Leiter der DGCN Geschäftsstelle)

Nach Begrüßung durch Marcel Engel (Leiter der DGCN Geschäftsstelle) und Dr. Thomas Koenen (Geschäftsführer econsense) stellten Sophie von Gagern (DGCN) und Dr. Carlo Drauth (econsense) die Studie im Detail vor. In einem anschließenden Interview zwischen Steffen Schwartz-Höfler (thyssenkrupp AG) und dem Ko-Autor Thomas Wagner (akzente) wurden Detailfragen zur Studie diskutiert. Die darauffolgende Panel-Diskussion mit den Stakeholder-Vertretern Ute Menke (Bayer AG), Jessica Paffen (BayWa AG), Dr. Rüdiger Schmidt (DRSC), Michael Schmidt (Deka Investment) und Ingmar Streese (Verbraucherzentrale
Bundesverband e.V.), moderiert von Kai Michael Beckmann (Mazars), zeigte die Reaktionen und Einschätzungen aus unterschiedlichen Perspektiven:

Dr. Rüdiger Schmidt (DRSC), Ingmar Streese (VZBV), Michael Schmidt (Deka Investment), Ute Menke (Bayer AG), Jessica Paffen (BayWa AG) (v.l.n.r.)
Dr. Rüdiger Schmidt (DRSC), Ingmar Streese (VZBV), Michael Schmidt (Deka Investment), Ute Menke (Bayer AG), Jessica Paffen (BayWa AG) (v.l.n.r.)

Das Gesetz habe dazu beigetragen, die Aussagen zu konkretisieren und sich auf die relevantesten Aussagen zu beschränken, so Ute Menke (Bayer AG). Da das Gesetz den Unternehmen in der Umsetzung der Richtlinie viel Freiraum lasse, sei es aber wichtig, dass man durch die Richtlinie die Messlatte nicht niedriger als bisher setze. Jessica Paffen (BayWa AG) betonte darüber hinaus, dass der Freiraum zu vielen internen Diskussionen führe und Ressourcen koste. Die Vielfalt in der Umsetzung des CSR-RUG sei für Investoren eher hinderlich als hilfreich, so Dr. Rüdiger Schmidt (DSRC). Es brauche eine noch stärkere Annäherung der Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Ingmar Streese (VZBV) wiederum begrüßte, dass das Gesetz zu mehr Transparenz beitrage, kritisierte allerdings die mangelnde Vergleichbarkeit der Berichte.
Einig waren sich die Teilnehmer des Panels darin, dass das CSR-RUG das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Fokus von Vorstand und Aufsichtsrat gerückt habe und bereichsübergreifend im Unternehmen als Katalysator wirke.

Alain Deckers (Europäische Kommission)
Alain Deckers (Europäische Kommission)

Im Anschluss an die Multi-Stakeholder-Diskussion gab Alain Deckers (Europäische Kommission) Einblicke in die aktuellen Entwicklungen auf europäischer Ebene. Dort finden noch bis zum 21. Juli 2018 Konsultationen zum Thema Berichterstattung (Fitness-Check on Public Reporting by Companies) statt. Die gemeinsame Studie des DGCN und econsense nannte er hierfür einen wertvollen Beitrag. Sie kann als Referenz für weitere Diskussionen rund um das Thema (Nachhaltigkeits)Berichterstattung genutzt werden, in Deutschland sowie auf EU-Ebene.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Thorsten Pinkepank (BASF SE), der die wichtigsten Impulse der Veranstaltung zusammenfasste.

Für weitere Informationen zur Studie kontaktieren Sie gerne die Projektleiter Sophie von Gagern oder Dr. Carlo Drauth und melden Sie sich für unseren Newsletter an.

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