Neuer Status-Report zur aktuellen Auseinandersetzung von Aufsichtsräten mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

14.11.2017

Das DGCN veröffentlicht den Status-Report „Prüfpflicht, Interpretation und Umsetzung: Der Umgang mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz in deutschen Aufsichtsräten“.

Berlin, 14.11.17 - Das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) veröffentlicht heute den Status-Report hinsichtlich der Auseinandersetzung von Aufsichtsräten mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG). Im Fokus der Studienergebnisse steht die Einschätzung der Aufsichtsräte zur Relevanz des CSR-RUG für Unternehmen sowie zur Reichweite ihrer Prüfpflicht, zu Auswirkungen auf Governance-Systeme in Unternehmen und den größten Herausforderungen bei der Umsetzung. Die Studie vermittelt damit erstmals ein Bild vom Umgang mit dem neuen Gesetz in deutschen Aufsichtsräten.

Der Status-Report entstand im Rahmen des Fachgesprächs CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG). Mit dieser Veranstaltung bietet das DGCN Führungskräften von der Richtlinie betroffener Unternehmen aus Finanzkommunikation, Investor Relations und Risikomanagement eine Plattform, um sich zu informieren und auszutauschen.

Anhand einer Blitzlichtumfrage hat das Deutsche Netzwerk des UN Global Compact in Zusammenarbeit mit Arbeitskreis deutscher Aufsichtsrat (AdAR) und Mazars GmbH zwischen August und Oktober 2017 qualitative, strukturierte Interviews mit ausgewählten Aufsichtsräten von zwölf Unternehmen geführt. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Aufsichtsräte von zehn börsennotierten Unternehmen, darunter ein DAX-Unternehmen und zwei mittelständische Unternehmen. Die Interviews wurden anonymisiert ausgewertet.

Das CSR-Richtlinie- Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten ist am 19. April 2017 in Kraft getreten. Der Aufsichtsrat ist dabei laut Gesetzgebung verpflichtet, das Vorhandensein der nichtfinanziellen Erklärung zu prüfen. Darüber hinaus muss die nichtfinanzielle Erklärung auf Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit zu prüfen. Die Bundesregierung hat mit Einführung des Gesetzes die EU-Richtlinie 2014/95/EU im Hinblick auf die Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Unternehmen und Gruppen vom 22. Oktober 2014 – die sogenannte „CSR-Richtlinie“ – in deutsches Recht umgesetzt.

Hier finden Sie die digitale Version der Studie.

Hier finden Sie die digitale Version der Studie.

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