Die EU macht ernst – Pariser Klimaabkommen tritt in Kraft

10.10.2016

Pariser Klimaabkommen tritt in Kraft. EU ratifiziert mit großer Mehrheit das Abkommen. Unternehmen werden zukünftig vermehrt gefordert sein, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen.

Das Pariser Klimaabkommen tritt am 4. November in Kraft. Mit der Ratifizierung des Abkommens durch die EU konnte die zweifache 55-Prozent-Hürde genommen werden. Voraussetzung dafür war, dass von den 197 Staaten mindestens 55 Länder, die für 55 Prozent der gesamten Emissionen verantwortlich sind, nicht nur das Pariser Klimaabkommen unterzeichnen, sondern abschließend auch ratifizieren. Die EU-Abgeordneten sprachen sich in Straßburg mit einer eindeutigen Mehrheit (610 von insgesamt 679 Stimmen) für eine Ratifizierung aus. Deutschland gehört mit Ungarn, Frankreich, Slowakei, Österreich, Malta, Portugal und Polen zu den EU-Mitgliedsländern, die ihrerseits das Abkommen von Paris schon anerkannt haben. Damit kann das Abkommen voraussichtlich sogar noch vor der nächsten großen Klimarahmenkonferenz in Marrakesch in Kraft treten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sprach nach der Ratifizierung von einem Meilenstein für den Klimaschutz. „In Paris haben wir Geschichte geschrieben. Heute haben wir sie unumkehrbar gemacht“, so Hendricks.
Das Klimaabkommen soll die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss ab 2050 weltweite CO2-Neutralität herrschen. Das bedeutet, es dürfen nur so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie gleichzeitig auch gebunden werden können. Um dies zu verwirklichen, wird jeder einzelne Akteur seinen Beitrag leisten müssen. Auch Unternehmen werden zukünftig vermehrt in der Pflicht sein, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Sie sollten sich deshalb frühzeitig mit den Auswirkungen der eigenen Aktivitäten auf den Klimawandel auseinandersetzen, zum Beispiel durch die Einführung eines ganzheitlichen Klimamanagements.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon betonte: „Was einst undenkbar schien, ist jetzt nicht zu stoppen." Mit dem Inkrafttreten des Klimaabkommens werde der „Umbau in eine neue Weltwirtschaft“ nötig. Auch EU-Klimakommissar Miguel Arias Canteen verdeutlichte: „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es nun, unsere Zusagen in Taten zu verwandeln." Und genau darauf wird es in der nächsten Zeit ankommen.

Für alle Unternehmen, die selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, bietet das DGCN Unterstützung bei der aktiven Umsetzung eines umfassenden Klimamanagements, sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene durch Webinare, Coachings oder in Peer Learning Groups.

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