Bündnis deutscher Wirtschaftskonzerne fordert Kohleausstieg

09.11.2017

Über 50 große und mittelständische Unternehmen und Unternehmensverbände stellen klimapolitische Forderungen hinsichtlich der laufenden Koalitionsverhandlungen. Klimaschutz solle eine der zentralen Aufgaben der Bundesregierung werden.

Bündnis-Konzerne

Während die Sondierungsgespräche der möglichen Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen noch immer laufen, haben mehr als 50 Unternehmen und Unternehmensverbände indessen gezeigt, wie wichtig die Themen Klimaschutz und Energiewende für die Modernisierung Deutschlands sind. Das Konzern-Bündnis umfasst Unternehmen, die alleine in Deutschland über 500.000 Angestellte beschäftigen und deren globaler Umsatz mehr als 400 Mrd. Euro jährlich beträgt. In Deutschland ist die Unternehmenserklärung damit die größte, die hinsichtlich Klimaschutz und Energiewende je eingereicht wurde. Die Unterzeichner der Erklärung fordern von der künftigen Bundesregierung, neben konkreten Maßnahmen zum Erreichen des 2020-Klimaziels, einen „verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad bei der Kohleverstromung".

In der Erklärung heißt es: „Eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ist eine große Chance für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Die kommende Regierungskoalition sollte darum die Geschwindigkeit der Transformation hin zur treibhausgasneutralen Wirtschaft erhöhen und hierzu die enge Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern suchen.” Für Unternehmen werde durch eine konkrete Maßnahmensetzung eine langfristige Planungssicherheit und damit eine Wettbewerbsfähigkeit auch auf internationaler Ebene möglich.

Die Unterzeichner der Erklärung sind Großunternehmen, mittelständische Unternehmen und Verbände aus einer Vielzahl verschiedener Branchen. Darunter 6 DAX-30-Konzerne und bekannte Unternehmen wie Aldi Süd, Deutsche Börse, Deutsche Telekom, Hochtief, Nestlé, SAP und viele mehr. Industrieunternehmen im Energiesektor und Kohlekraftwerksbetreiber unterstützen die Forderungen ebenfalls, darunter Siemens, EnBW und E.ON. Obwohl viele der unterzeichnenden Unternehmen nicht direkte Gewinner der Energiewende sein werden, versprechen sie dennoch ihren Anteil am Klimaschutz zu leisten. Koordinatoren der Erklärung sind die Unternehmensverbände Stiftung 2° und B.A.U.M. sowie die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch.

Weitere Informationen sowie die Erklärung auf deutscher und auf englischer Sprache finden Sie hier.

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