Unterzeichner im Portrait – Mai 2017

Ruth Hopfer-Kubsch

Ruth Hopfer-Kubsch, Referentin Soziale Verantwortung, war unsere Gesprächspartnerin im Mai 2017. Studiosos Reisen München ist seit 2015 Unterzeichner des UN Global Compact.

 
 

Warum ist Studiosus Teilnehmer beim Deutschen Global Compact Netzwerk geworden?

Als Reiseveranstalter wollen und müssen wir Verantwortung übernehmen, um die kulturelle Vielfalt und die natürliche Schönheit unserer Erde zu erhalten. Das liegt in unserem Interesse, aber auch im Interesse unserer Gäste. Durch gemeinschaftliches Handeln lässt sich mehr bewegen. Der UN Global Compact ist dafür die richtige Plattform. Als wir vor zehn Jahren als erster Reiseveranstalter dem UN Global Compact beigetreten sind, gab es die „UN Global Principles“ noch nicht. Aber schon zu der Zeit haben wir als Unternehmen Werte gelebt, die mit denen des UN Global Compacts übereinstimmen. Mit der Grundlage der „UN Guiding Principles“ sehen wir unser Handeln umso mehr bestätigt.


Welchen Rat haben Sie für alle, die noch zögern daran teilzunehmen?

Unser Rat: Unbedingt beitreten, es lohnt sich! Bei Studiosus fühlen wir uns einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus verpflichtet, damit unsere Gäste auch morgen noch willkommen sind. Dabei berücksichtigen wir soziale Verantwortung und Menschenrechte, Ökologie und Ökonomie. Als mittelständisches Unternehmen aus der Touristik können wir unsere Ziele aber nur gemeinsam mit anderen Akteuren erreichen – gerade zum Beispiel im Bereich der Förderung der Menschenrechte. Das Global Compact Netzwerk erleichtert den Erfahrungsaustausch, also das gegenseitige Lernen und An-einem-Strang-ziehen ungemein.


Welche unserer Angebote empfehlen Sie all denen, die noch zögern am Global Compact teilzunehmen?

Die erweiterten Themenangebote, Arbeitstreffen und Workshops sind sehr hilfreich – das gilt auch für den Erfahrungsaustausch mit anderen Wirtschaftsunternehmen. So bekommen wir neue Impulse und Ideen für unser Handeln. Insbesondere bei der verstärkten Wahrnehmung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht und in Bezug auf den Nationaler Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung (NAP) brachten Coaching, Webinare, aber auch Handlungsempfehlungen neue und ergänzende Anregungen.


Welche Nachhaltigkeitsthemen werden in Zukunft prioritär für Studiosus sein? Was wünschen Sie sich diesbezüglich vom DGCN?

Eine intakte Umwelt im Urlaub zu erleben, ist für unsere Gäste natürlich eine wichtige Reisemotivation. In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben wir bereits eine Vielzahl von Maßnahmen im Bereich des nachhaltigen Reisens umgesetzt. Dabei folgen wir dem Leitsatz, dass alle unsere Produkte ökologisch vertretbar und sozial verantwortlich gestaltet sein müssen. Künftig sehen wir uns insbesondere in drei Bereichen immer wieder neu gefordert: bei der Begegnung mit fremden Kulturen, bei der Förderung der Achtung der Menschenrechte im Tourismus und beim Umwelt- und Klimaschutz. Diese Bereiche ergänzen einander und in jüngster Zeit ist hier vieles vorangekommen. Ich hoffe, dass der UNGC diese Themen über seine Plattform optimiert, dass insbesondere die Thematik der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, dazu gehört auch der Bereich Compliance, im Fokus bleibt. Die Rolle des DGCN sehe ich weiterhin als wichtigen Impulsgeber, der den Austausch und das Gespräch über alle Branchen hinweg im Rahmen der Sustainable Development Goals fördert und stärkt.


Wir bedanken uns vielmals für das Gespräch, Frau Hopfer-Kubsch.

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