Trainingsprogramm: "FIT FÜR DEN NAP" - NAP Anforderungen verstehen, menschenrechtliche Sorgfalt umsetzen

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Neue Initiativen und Gesetze auf internationaler und nationaler Ebene rücken Menschenrechte sowie Arbeits- und Sozialstandards immer weiter in den Fokus. Die Bundesregierung forderte kürzlich mit dem Nationalen Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“ (NAP) alle Unternehmen auf, bis 2020 Prozesse menschenrechtlicher Sorgfalt einzuführen. Die Umsetzung wird ab Ende 2018 regelmäßig überprüft.

 

Wie kann sich Ihr Unternehmen auf wachsende Anforderungen vorbereiten?

Mit „Fit für den NAP” bietet das DGCN ein erprobtes Qualifizierungsprogramm an, welches Ihr Unternehmen mit interaktiven Trainingsansätzen und fachlicher Begleitung durch Expert*innen bei der systematischen Integration menschenrechtlicher Aspekte im Sinne des NAP und dem Aufbau eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements unterstützt.

Das innovative Programm vermittelt im Rahmen mehrerer Module praktisches Wissen und Methoden, die Sie bei der Umsetzung der Anforderungen des NAP in Ihrem Unternehmen unterstützen. Durch interaktive Übungen haben Sie die Möglichkeit, Vermitteltes direkt anzuwenden und auf Ihr Unternehmen zu übertragen.

Ablauf des Programms

  1. "Fit für den NAP" startet mit einer Selbsteinschätzung und Status Quo Analyse zum derzeitigen Umsetzungsstand Ihres Unternehmens mit Blick auf die im NAP geforderten Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt.
  2. Im ersten Trainingsmodul werden die Anforderungen des NAP und anderer politisch-rechtlicher Rahmen eingeführt und mit Blick auf deren praktische Umsetzung im Unternehmen vertieft. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, wie eine menschenrechtliche Risikoanalyse für die Lieferkette durchgeführt werden kann, wie die wesentlichen menschenrechtlichen Risiken identifiziert werden und welche Quellen Sie hierfür zu Rate ziehen können. 
  3. Sie verlassen das erste Trainingsmodul mit einem individuellen Handlungsplan, an dessen Umsetzung Sie in der Praxisphase arbeiten. Im Rahmen mehrerer Check-In-Webinare erhalten Sie Unterstützung und Feedback zu Ihren Ansätzen und möglichen Herausforderungen.
  4. Das zweite Trainingsmodul vertieft einzelne Aspekte menschenrechtlicher Sorgfalt - wie den Aufbau von Beschwerdemechanismen und Berichterstattung zum Thema Menschenrechte - weiter und gibt Ihnen die Möglichkeit, im Rahmen von Peer-to-Peer Coaching Lösungsansätze für eine dauerhafte Verankerung von Menschenrechtsaspekten in Ihren Unternehmensprozessen zu erarbeiten
  5. Im Rahmen der Abschlusseinschätzung nehmen Sie eine Bestandsaufnahme der getroffenen Maßnahmen vor und planen die nächsten Schritte für Ihr Unternehmen. 

TERMINE 2020

  • Berlin: Trainingsmodule am 22. September 2020 und 27. Januar 2021
  • Hannover: Trainingsmodule am 16. September 2020 und 21. Januar 2021
Ablauf NAP 2019

Was umfasst das Programm?

  • Teilnahme an 2x eintägigen Trainingsmodulen und 1x zweistündigen Webinar
  • Möglichkeit, im Rahmen der Praxisphase Maßnahmen im eigenen Unternehmen mit Expert*innenfeedback umzusetzen
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen und Informationen zu relevanten Entwicklungen
  • Status Quo- und Abschlusseinschätzung als Baseline und für die strukturierte Planung weiterer Schritte

Ihr Nutzen

  • Klares Verständnis über die (potenziellen) Auswirkungen Ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte Unterstützung bei der Entwicklung tragfähiger Prozesse für menschenrechtliche Sorgfalt in Ihrem Unternehmen
  • Aktives Risikomanagement und verbesserte Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern
  • Steigerung der Reputation und hohe Glaubwürdigkeit des Programms durch Angliederung an das DGCN und die UN
  • Enge Ausrichtung am NAP mit auf den Prüfprozess abgestimmten Inhalten 
  • Geschützter Rahmen zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Lernen mit anderen Unternehmen

Anmeldung und Kosten

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine Bestätigung der Teilnahme erfolgt nach Prüfung durch die Geschäftsstelle DGCN. 

  • Für das Qualifizierungsprogramm in Berlin ist eine Anmeldung bis zum 4. September 2020 hier möglich
  • Für das Qualifizierungsprogramm in Hannover ist eine Anmeldung bis zum 2. September 2020 hier möglich

Das Programm richtet sich an Verantwortliche in Unternehmen, die mit der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt im eigenen Betrieb betraut sind.


Unterzeichner des Global Compact Nicht-Unterzeichner des Global Compact
Umsatz unter 500 Mio. Euro 1000 Euro 1300 Euro
Umsatz über 500 Mio. Euro 2000 Euro 2600 Euro

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

1) Dieses Trainingsprogramm ist kostenpflichtig und richtet sich an Verantwortliche in Unternehmen, die mit der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt im eigenen Betrieb betraut sind. Eine Bestätigung der Teilnahme erfolgt nach Prüfung durch die DGCN-Geschäftsstelle. 

2) Entsprechend der jeweils aktuellen COVID-19 Bestimmungen wird das Durchführungsformat dieser Präsenzveranstaltung bei Bedarf angepasst.

3) Eine schriftliche Stornierung der Teilnahme ist bis 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn kostenlos möglich. Danach werden 30% des Teilnahmebetrags fällig. Bei einer Stornierung durch den Veranstalter fallen keine Teilnahmegebühren an.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an  Laura Curtze.

STIMMEN VON TEILNEHMENDEN

„Hilfreich fand ich die Bestandsaufnahme zu Beginn des Programms, um zu sehen, wo das eigene Unternehmen steht und was die nächsten priorisierten Schritte sein sollten. Gut fand ich auch, dass man Meilensteine und bewährte Herangehensweisen mit den anderen Teilnehmern diskutieren konnte. Das machte das große und zum Teil mit Berührungsängsten behaftete Thema menschenrechtliche Sorgfalt greif- und überschaubarer, vor allem für weitere Gespräche mit verantwortlichen Kollegen/innen.“
Referentin Unternehmensstrategie Nachhaltigkeit eines Automobilherstellers

„Gefallen hat mir die Ausgewogenheit der Qualifizierung: Mit dem theoretischen Hintergrundwissen und praxistauglichen Methoden gelingt es, menschenrechtliche Risiken zu erkennen, zu bewerten und ihnen verantwortungsvoll zu begegnen. Die Gruppendiskussionen boten vielfältige Perspektiven, und die individuelle Beratung schärfte den Fokus für die eigenen Handlungsfelder. Außerdem war das Programm durch die Kombination von Präsenzterminen und Webinaren zeitlich gut machbar.“
CSR-Managerin eines Technologieunternehmens

„Am Training gefiel mir die gelungene Mischung aus Experteninput, Austausch mit anderen UnternehmensvertreterInnen und Selbstreflexion. Als sehr wertvoll empfand ich außerdem den Ablauf über einen längeren Zeitraum, da so Inhalte aus der Theorie in die Praxis übernommen und anschließend Feedback eingeholt werden konnte. Durch das Training habe ich ein klareres Verständnis von menschenrechtlicher Sorgfalt, konnte es sukzessiv weiterbearbeiten und einen Fahrplan entwickeln. Ich kann das Programm sehr empfehlen."
Nachhaltigkeitsmanagerin eines mittelständischen Unternehmens aus der Lebensmittelbranche

„Das Qualifizierungsprogramm ‚Fit für den NAP‘ kann ich wärmstens empfehlen. Besonders gut fand ich den Austausch innerhalb des Kurses mit den anderen Teilnehmenden sowie grundlegend das Konzept, dass der Kurs mich über mehrere Monate hinweg begleitet hat. Somit hat man die Chance, dass theoretisch erlangte Wissen in dem eigenen Unternehmen anzuwenden und direkt Feedback zu den geplanten oder sogar schon umgesetzten Maßnahmen zu erhalten. Darüber hinaus erhält man gute Einblicke darüber, wie andere Unternehmen mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.“

Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement eines führenden Werkstoffherstellers

 

INFO

Neue rechtliche Rahmenbedingungen

Der Nationale Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“ wurde 2016 verabschiedet und setzt die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte um. Die Bundesregierung erwartet von allen Unternehmen, dass sie bis 2020 Prozesse menschenrechtlicher Sorgfalt einführen und kündigte an, dies ab 2018 in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern jährlich zu prüfen. Sofern keine ausreichende Umsetzung erfolgt, behält sich die Bundesregierung vor, weitergehende Schritte bis hin zu gesetzlichen Maßnahmen zu ergreifen.

International operierende Unternehmen sind auch durch die Gesetze anderer Länder betroffen – z.B. den Modern Slavery Act (UK), Devoir de Vigilance (F) und die Sorgfaltspflicht zu Kinderarbeit in der Lieferkette (NL).

Ihre Ansprechpartnerin

Laura Curtze

Laura Curtze

laura.curtze@giz.de

+ 49 (0) 30 7261 4 239

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