11. Mai 2021 | Überarbeitung der EU-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung – Wer ist betroffen und was bedeutet das für mein Unternehmen?

Im Rahmen dieser online Dialogveranstaltung werden wir ein Update zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Überarbeitung der EU-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung geben und die Vorschläge der EU-Kommission mit unterschiedlichen Stakeholdern diskutieren. Im Fokus steht dabei insbesondere die zu erwartende Ausweitung des Geltungsbereiches auf mittelständische und als GmbH organisierte Unternehmen und die damit verbundenen Konsequenzen.

Ort/Location
Online

Mit dem European Green Deal hat sich die EU-Kommission u.a. verpflichtet, die Non-Financial Reporting Directive (NFRD, in Deutschland CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz / CSR-RUG) zu überprüfen und ggf. anzupassen. Die Überarbeitung soll die Transparenz und die Bereitstellung von besser vergleichbaren und relevanten Informationen über nachhaltige Geschäftsaktivitäten für alle Interessensgruppen stärken.

Am 21. April hat die EU-Kommission ihre Vorschläge zur Überarbeitung der Richtlinie bekanntgeben und an das EU-Parlament und den EU-Rat übergeben. Ein zentraler Vorschlag der EU-Kommission ist die Ausweitung des Anwendungsbereichs der Richtlinie. Hierbei wird diskutiert, ob die Richtlinie zukünftig auch nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen einschließen soll und die Mitarbeitergrenze auf 250 Mitarbeiter herabgesetzt werden soll. Während derzeit knapp 500 Unternehmen in Deutschland von der NFRD bzw. dem CSR-RUG betroffen sind, würden mit der Ausweitung des Anwendungsbereichs zukünftig ein deutlich größerer Kreis an Unternehmen unter die Richtlinie fallen. Weitere Vorschläge umfassen die Themen, zu denen zukünftig berichtet werden soll, die Entwicklung eines einheitlichen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf EU-Ebene, die Anpassung der Definition der doppelten Wesentlichkeit sowie die Verschärfung der Prüfpflicht.

Folgende Fragen werden wir im Rahmen der online Dialogveranstaltung diskutieren:

  • Warum bedarf es der Überarbeitung der NFRD? Was ist das Ziel der Überarbeitung?
  • Was konkret beinhalten die Vorschläge zur Überarbeitung der NFRD der EU-Kommission? Was sind die Unterschiede zu den aktuellen Berichtsanforderungen?
  • Wie verhält sich die Überarbeitung der NFRD zu anderen legislativen Prozessen der EU?
  • Was bedeutet die mögliche Entwicklung eines einheitlichen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf europäischer Ebene für Unternehmen?
  • Ab wann ist das Inkrafttreten einer überarbeiteten NFRD bzw. die Umsetzung in nationales Recht zu erwarten?
  • Was bedeuten die Neuerungen für mittelständische und als GmbH organisierte Unternehmen?
Inhaltlicher Ablauf Speaker:innen
Setting the Scene Thorsten Pinkepank, BASF & Kai Beckmann, Mazars
Erläuterung der Vorschläge der EU-Kommission zur Überarbeitung der NFRD Prof. Dr. Patrick Velte, Leuphana Universität Lüneburg
Die Vorschläge der EU-Kommission im Kontext aktueller Berichtspraxis Christoph Töpfer, Umweltbundesamt & Mitglied der EFRAG Project Task Force on Non-Financial Reporting Standards
Perspektive eines Finanzmarktakteurs Sabrina Nickel, DZ Bank
Perspektive eines Großunternehmens Stefan Schnell, BASF & Mitglied der EFRAG Project Task Force on Non-Financial Reporting Standards
Perspektive eines Mittelständlers Patricia Siebel, Edding
Diskussion und Q&A Moderatoren, Speaker:innen & Teilnehmende

Moderation: Thorsten Pinkepank und Kai Beckmann


Die online Dialogveranstaltung ist kostenfrei und öffentlich zugänglich.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Leonore Herzberg oder Lena Kern.

Agenda

Agenda_Dialogveranstaltung Berichterstattung_DGCN_11. Mai 2021
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