17. Juni 2021 | Webinarreihe zu den UNGC Prinzipien 3-6 / ILO-Kernarbeitsnormen | Webinar II – Ausbeutung bekämpfen: Beseitigung der Zwangsarbeit

Die vierteilige Webinarreihe zu den Prinzipien 3-6 des UN Global Compact bzw. den zugrundeliegenden Kernarbeitsnormen der ILO kombiniert theoretisches Hintergrundwissen und die thematische Relevanz für die Wirtschaft mit Praxiseinblicken verschiedener Stakeholder und Umsetzungsbeispielen von Unternehmen. Damit unterstützt sie Unternehmen dabei, ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht wirkungsorientiert zu erfüllen. Dieser Teil II befasst sich mit der Beseitigung der Zwangsarbeit.

Ort/Location
Online

Veranstalter/Organizer
DGCN

Hintergrund

Vereinigungsfreiheit, Diskriminierungsverbot, keine Kinder- und keine Zwangsarbeit – die in den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) abgedeckten Rechte sind ein wesentlicher Bestandteil menschenwürdiger Arbeit. Auch die Zehn Prinzipien des UN Global Compact fordern Unternehmen auf, diese zu achten. Doch wann genau spricht man eigentlich von Kinderarbeit? Wann wird Ausbeutung zur modernen Sklaverei? Welche Bereiche des Arbeitslebens schützt das Diskriminierungsverbot? Weshalb sind Gewerkschaften und Kollektivvereinbarungen eigentlich so wichtig?

Um menschenrechtlichen Risiken in ihren Liefer- und Wertschöpfungsketten angemessen begegnen zu können – wie es zum Beispiel der Nationale Aktionsplan (NAP) Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung, das Sorgfaltspflichtengesetz sowie möglicherweise bald eine EU-Regelung fordern – brauchen Unternehmen Antworten auf diese Frage. Genau darum geht es in der neuen, vierteiligen Webinarreihe des DGCN. Dabei kombiniert sie theoretisches Hintergrundwissen und die thematische Relevanz in der Wirtschaft mit Praxiseinblicken verschiedener Stakeholder und Umsetzungsbeispielen von Unternehmen.

Zu diesem Webinar

In diesem Webinar werden vertiefend die Übereinkommen 29 und 105 der ILO zur Zwangsarbeit bzw. das 4. Prinzip des UN Global Compact betrachtet. 

Daher freuen wir uns besonders, dass wir Frau Dr. Annette Niederfranke, Direktorin der ILO Repräsentanz in Deutschland, für dieses Webinar gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir uns mit den Begriffen „Zwangsarbeit“ und „moderne Sklaverei“ auseinandersetzen, die teilweise fließenden Übergänge von ausbeuterischer in unfreiwillige Arbeit beleuchten, den gesetzlichen Rahmen erläutern und dabei aufzeigen, welche Maßnahmen Unternehmen zur Verhinderung und Eliminierung von Zwangsarbeit ergreifen können. 

Zwangsarbeit und moderne Sklaverei stellen tiefgreifende Einschnitte in die Rechte der Opfer. In bestimmten Wirtschaftsbranchen und Ländern sind entsprechende Risiken zwar besonders hoch. Doch grundsätzlich jedes Unternehmen kann potenziell durch Geschäftsbeziehungen in der Wertschöpfungskette mit Zwangsarbeit in Verbindung stehen – auch in Europa. Für Unternehmen ist es daher wichtig, die Ursachen von Zwangsarbeit zu verstehen und Risikofaktoren identifizieren zu können, um effektive Maßnahmen zu ergreifen. 

Wir freuen uns daher sehr, dass wir Frau Kordula Heineck, Projektreferentin bei der Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel, als Inputgeberin für dieses Webinar ankündigen dürfen. Folgende Fragestellungen werden wir gemeinsam beleuchten:

  • Was steckt hinter den Begriffen „Zwangsarbeit“ und „moderne Sklaverei“? Was genau versteht man darunter?
  • Welche Faktoren weisen auf Risiken von Zwangsarbeit in Wertschöpfungsketten hin?
  • Wie können Unternehmen zur Beseitigung von Zwangsarbeit in ihren Wertschöpfungsketten beitragen?

Dieses Webinar ist kostenlos und frei zugänglich.

Durchführungspartner: Löning - Human Rights & Responsible Business

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Laura Curtze.

Dieses Webinar ist Teil einer Webinarreihe zu den Kernarbeitsnormen. Die weiteren Termine finden Sie hier:

23. September: Webinar III – Kinder schützen: Abschaffung von Kinderarbeit
08. Dezember: Webinar IV – Gleich behandeln: Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf

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