Deutsche Unternehmen zählen zu den Teilnehmern des UN Global Compact der „ersten Stunde“. Bis heute sind mehr als 140 deutsche Firmen dem Pakt beigetreten – davon 20 der DAX30 ebenso wie viele mittelständische und kleine Unternehmen. Gemeinsam mit Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft bilden sie das Deutsche Global Compact Netzwerk.
Koordinator (Focal Point) des Deutschen Global Compact Netzwerk (DGCN) ist seit 2001 die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ). Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt (AA), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem International Chamber of Commerce Deutschland (ICC).
Seit Herbst 2007 steuert ein Lenkungskreis die Aktivitäten des DGCN. Leitlinien für die Arbeit dieses Gremiums sind der Diskussionsstand und das Meinungsbild des Deutschen Global Compact Netzwerks sowie Impulse des Global Compact Office in New York und seine globalen Initiativen. Organisiert werden die Aktivitäten des Netzwerks federführend durch den Focal Point des DGCN.
Seit 2008 werden für die Arbeit im Netzwerk jährliche Schwerpunktthemen identifiziert, die in verschiedenen Veranstaltungsformaten diskutiert werden. Mehr Informationen zu den Schwerpunktthemen finden Sie hier.
Traditionell finden dreimal jährlich sogenannte „Global Compact Arbeitstreffen“ in Berlin statt, um im Austausch unter den teilnehmenden Organisationen die Umsetzung der 10 Prinzipien voran zu treiben. Der Erfahrungsaustausch, gemeinsames Lernen, eine Infobörse und offene Diskussionen in einer vertraulichen Atmosphäre stehen im Vordergrund. Darüber hinaus bietet der Focal Point weitere Veranstaltungen für die Netzwerkteilnehmer an, wie etwa Unternehmenscoachings. Die Termine dieser Veranstaltungen werden jeweils rechtzeitig hier angekündigt.
Studie zu den Wirkungen des Deutschen Global Compact Netzwerks
SEEK Development im Auftrag des Focal Points des DGCN, 2010
Selbstverständnis des Deutschen Global Compact Netzwerks (0,03 MB PDF, deutsch)
Kurzpräsentation über den Global Compact und das Deutsche Netzwerk (0,1 MB PPTX, deutsch)
Barbara Lochbihler zur Rolle des Deutschen Global Compact Netzwerks
„Das Netzwerk des Global Compact kann eine geeignete Plattform bieten, um sich über Erfahrungen (…) auszutauschen und auch um gelungene Antworten auf menschenrechtliche Risiken mit anderen Unternehmen zu teilen. Sinnvoll wäre es, dass das Deutsche Netzwerk des Global Compact auch kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, menschenrechtliche Risiken zu identifizieren und Lösungswege zu entwickeln. Wenn alle teilnehmenden Firmen des Deutschen Netzwerks des Global Compact ab 2009 menschenrechtliche Risikoanalysen durchführen würden, dann wäre bereits ein wichtiger Schritt getan, um die Erwartungen zu erfüllen, die der Global Compact mit seinen ersten beiden Prinzipien an die Unternehmen stellt."
Barbara Lochbihler (ehemalige Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, Global Compact Jahrbuch 2008, S.30)